Antwort: Ausbau und Aktuallisierung der Bordelektrik

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Themenhistorie von: Ausbau und Aktuallisierung der Bordelektrik

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Hallo @all,

während meiner vielen Internetrecherchen, Telefonaten mit Votronic, Wattstunde, Technaxx, sowie Klaus (jazzer2004) und dem von ihm vermittelten Kontakt mit Herrn Kamp hat sich doch einiges in meiner Planung verändert. Dabei habe ich auch endlich Klarheit wegen der Zertifizierung nach ECE R10 erhalten.

Zu ECE R10:
sämtliche LiFeBO-Batterien, die in ein Fahrzeug eingebaut werden, benötigen eine Zertifizierung nach CE und UN38.3, sowie UN 3480, Class 9 (Transport von Gefahrgut). Solange das Womo irgendwo rumsteht ist das vollkommen ausreichend und legal.
ABER: während der Fahrt von A nach B gibt es Unterschiede. Verfügt das BMS der Batterie über eine Sende-/Empfangsfunktion (üblicherweise Bluetooth), muß die Batterie nach ECE R10 zertifiziert sein; hat sie diese Funktionen nicht (wie meine EXL300), benötigt sie dieses Zertifikat nicht, aber sobald sie im B2B-Modus (Booster) geladen wird, muß der Booster nach ECE R10 zertifiziert sein.
Demzufolge ist meine Konfiguration legal.

Nun zu meiner Planung:
Nachdem ich ein längeres Gespräch mit der Technaxx-Hotline wegen der N-PE-Brücke hatte (ORIGINALTEXT: "auf einem Womo darf kein festes Solarmodul installiert werden", "bei einem Womo gibt es keine Masse" !!!), hab ich mich entschlossen, einen Votronic SMI 1200 Sinus ST-NVS einzubauen. So habe ich eine reine Votronic-Elektrik und habe auch eine ordentliche Hotline.
Die reklamierte und zurückgeschickte NVS an Wattstunde wurde mir leider nicht erläutert, was fehlerhaft war (ich vermute einen Fehler im IC). Ich habe den Kaufpreis sofort zurückerhalten, da ich mich inzwischen für die Votronic-Lösung entschieden hatte.
Mein Votronic-Park besteht jetzt aus VBCS 60/40/430 Triple, MPP 170 CI, Batteriecomputer 200 S mit Smartshunt, Data Extender 3n1, Bluetooth-Connector S-BC und  Wechselrichter SMI 1200 Sinus ST-NVS.

Jetzt muß ich nur noch alle Geräte sinnvoll anordnen (funktioniert hat ja alles auf unserer letzten Tour zur Mini-Sail in BHV) und das Trennrelais im Toptron CH12 MC (EL110) stilllegen, da das mit dem Triple konkurriert.

Als Ergebnis meiner ganzen Recherchen hab ich jetzt mal eine Tabelle aller Kontakte und Relais mit Funktionen (soweit bekannt) erstellt, die ich zusammen mit Bildern der Toptron-Platinen hochlade. Weitere Bilder kommen dann noch, wenn ich ein Stück weiter bin.





 

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Moin Wilfried,

Also macht das BMS der Exakt 300Ah doch nicht den Rest durch den Niedertemperatur-Ladeschutz.
doch, macht es. Das Problem sehe ich hauptsächlich in der unterschiedlichen Ladeschlußspannung. Während das Triple noch fleißig lädt, vermutet das MCS Überspannung und schaltet ab; dabei kann es sein, daß es ständig ein und ausschaltet (wie früher das BCC).
Aber: unsere Lichtmaschine hat nur 90 A.
meine hat 120A und das Triple fordert in Limit II 65A an.

Wenn ich jetzt noch wüßte, wo ich mit einer 16mm² Leitung von vorne in den Keller unterm Gang komme, kann ich die Leitung einziehen und die Hobby-Leitung stilllegen.
 

Also schicke ich die NVS jetzt zum Austausch ein.
 
Moin Günter, 
das Ergebnis wird mich interessieren. Normalerweise sind da nur Relais drin und da gibt es nur Ja oder nein.
Ich sehe da die Gefahr einer Schädigung des Akkus und das wäre blöd und teuer.
Also macht das BMS der Exakt 300Ah doch nicht den Rest durch den Niedertemperatur-Ladeschutz.
...werde die vorhandene (Hobby-)Leitung durch eine 10mm² ergänzen
Bitte nicht Leitungen mit unterschiedlichen Querschnitten parallelschalten. Wenn schon neue Leitung, dann einmal richtig dick! Aber: unsere Lichtmaschine hat nur 90 A. Da würde sich kein Ladebooster mit 65 A lohnen. Maximal 50 A!

Hallo @all,

nachdem ich dachte, daß mein 230V-Netz fertig ist, hab ich festgestellt, daß garnix geht. Nach einigen Messungen, hab ich den Wechselrichter-Teil abgeklemmt, aber auch der Landstrom-Teil lieferte an den Steckdosen (außer fürs Triple) keine nennenswerte Spannung. Also alles entsprechend umgeklemmt und die Netzvorrangschaltung ausgebaut und getestet.
Ergebnis: 230V an Eingang 1 liefert am Ausgang 4,38V; 230V an Eingang 2 liefert am Ausgang 2,25V. Auch der Techniksupport von Wattstunde (Lieferant) hat keine Erklärung.
Also schicke ich die NVS jetzt zum Austausch ein.

Bezüglich dem Solarteil vom 12V-Netz hab ich mir nach einigen Recherchen und Telefonaten mit Votronic und Wattstunde überlegt, daß ich den alten MCS MPT-Regler durch den Votronic MPPT 170 CI ersetze. Der soll diese Woche, zusammen mit dem Data Extender, noch kommen.
Die Gründe für diese Entscheidung: der alte Regler hat keine LiFePO-Einstellung und lädt demzufolge die LiFePO4 300 mit der AGM-Ladekurve und einer Ladeschlußspannung von 14,1V GLEICHZEITIG mit dem Triple mit LiFePO-Ladekurve und 14,6V Ladeschlußspannung. Ich sehe da die Gefahr einer Schädigung des Akkus und das wäre blöd und teuer.

Bezüglich dem B2B-Betrieb (Booster) hab ich jetzt auch ne endgültige Entscheidung getroffen:
Ich hab den Triple von voller Leistung (82A) auf Limit II (65A) umgestellt, werde die vorhandene (Hobby-)Leitung durch eine 10mm² ergänzen, sobald ich weiß, welcher Leitungsweg der unkomplizierteste ist, das Ganze mit 70A (vorn und hinten) absichern und durch Anschluß des D+ am Triple in Betrieb nehmen. 
Nebeneffekt: durch die Booster-Begrenzung auf 65A wird auch die Lima weniger belastet.

 

FORTSETZUNG:

Da ich das Votronic VBCS Triple verbaut habe, übernimmt dieses auch die Funktion des Trennrelais, sodaß ich das Trennrelais der Bordelektrik ignorieren kann (es hat praktisch keine Funktion mehr). Das Triple lädt, je nach Verfügbarkeit, entweder über Landstrom, oder Solar, oder Booster (B2B). Dabei bekommt die Starterbatterie nur eine Stützladung von max. 5A im Netz- oder Solarbetrieb. D.h. die von Hobby vorhandene Leitung zwischen Starter- und Bordbatterie ist ausreichend.
Anders sieht's im Fahrbetrieb (B2B) aus; dafür benötigt man eine deutlich dickere Leitung (in meinem Fall 16mm² mit einer beidseitigen Absicherung von 100A), da der Booster im Triple mit bis zu 82A von der Lichtmaschine zieht. Ich habe momentan den Booster abgeschaltet, indem ich den D+ am Triple nicht angeschlossen habe, bis ich eine stärkere Leitung von der Starterbatterie zur Bordbatterie gelegt habe. Mit der großen Batterie und der 2. Solaranlage besteht aber momentan kein wirklicher Bedarf für den B2B-Betrieb.

Kann mir jemand sagen, welchen möglichst einfachen Weg ich für diese Leitung nehmen soll?

Ich will jetzt noch ein paar Fotos von den beiden Bordelektrik-Platinen von KI auswerten lassen, in der Hoffnung, daß ich dann weiß, ob man bei meiner Bordelektrikversion auch eine einfache Möglichkeit hat, von Absorber- auf Kompressorkühlschrank umzuschalten. 
Dann werde ich alle gewonnen Erkenntnisse der Funktionen (Relais, Kontakte, Leitungen) in Tabellen und Listen für CH12 Version1 hier einstellen.
 

Hallo @all,

hier mal der Beginn einer Zusammenfassung, was ich in der langen Zeit alles so gemacht habe.
Zuerst mal, warum ich inzwischen keine Zwischenberichte geschrieben habe:
Der Hauptgrund war, daß es einerseits keinerlei Dokumente/Pläne/Unterlagen für die Bordelektrik Toptron CH12 MC (EL110) gibt. Deshalb hab ich anfangs nach eigenen Überlegungen den Umbau begonnen; das hat allerdings vollkommen in die Irre und die vielen "Sackgassen" geführt. Es wäre besser gewesen, im Internet zu recherchieren und auch KI zu verwenden.

Zu KI hier gleich mal ein Statement damit kein falscher Eindruck entsteht:

KI verfügt grundsätzlich weder über tatsächliche Intelligenz, noch über irgendwelches Fachwissen. Sie würfelt das nächste Wort Wort für Wort auf Basis von mathematischen Wahrscheinlichkeiten zusammen. Eine KI versteht nicht, was "wahr" oder "falsch" bedeutet. Sie unterscheidet nicht zwischen einem wissenschaftlichen Aufsatz und einem Science-Fiction-Roman. Die KI bewertet nur, wie plausibel eine Wortfolge rein statistisch ist. Klingt eine frei erfundene Antwort mathematisch absolut logisch, gibt die KI sie aus (Halluzination). Ohne Zusatzwerkzeuge (wie eine Live-Websuche) kann eine KI ihre eigenen Aussagen nicht mit gesicherten Fakten abgleichen. Sie berechnet lediglich die wahrscheinlichste Antwort auf eine Frage.
Und genau so sollte man damit auch arbeiten. Je mehr Fakten und Informationen man über den eigenen Wissensstand im sog. PROMPT, der Eingangsfrage mitteilt, umso besser ist die Qualität der Antwort. Letztendlich muß man als Mensch die gegebene Antwort hinterfragen und gegebenenfalls durch eine andere KI parallel beantworten lassen. ALSO NIEMALS BLIND DRAUF VERLASSEN. Ich habe bei meinen vielen Fragen die KI mehrfach korrigieren und auf Fehler hinweisen müssen.

Der zweite Grund, warum alles so lange gedauert hat, ist, daß ich leider nicht mehr so beweglich bin und die Arbeiten deshalb ein mehrfaches an Zeit gebraucht hat.
Den dritten Grund hab ich an anderer Stelle schon beschrieben.

Meine ganzen Irrwege, die ich beschritten habe, erspare ich Euch und sage ganz einfach: 
Wenn Ihr die Bordelektrik Toptron CH12 MC (EL110) o.ä. habt und mit Votronik-Ladegerät (bei mir VBCS 60/40/430 Triple) modernisieren wollt, baut die moderne Elektrik einfach nach den Plänen von Votronik aus und auf und kappt einfach die Verbindung zwischen Landsteckdose und Toptron; dann funktioniert alles genauso wie vorher.
Besser ist natürlich (meine Version), das ganze Toptron-Ladegerät, das auch die Steuer- und Verteilelektronik enthält, auszubauen und BEIDE Platinen (groß und klein) incl. der kompletten, unveränderten Verdrahtung (natürlich ohne die Verbindung vom Gleichrichter) in ein neues Leergehäuse umzuziehen. Die 4-polige Lüsterklemme (Versorgung), den 12-polige Waschmaschinenstecker (Bedienpanel) und den Flachsicherungshalter (Heizung, Kühlschrank, Stufe) nicht vergessen!

Zusammen mit Solarplatten und LiFePO-Batterie ist die Modernisierung (ohne meine Umwege) fertig.
 

Hallo Günter,
ich vermute Wilfried hat die richtige Nase.
Schau mal im Kleiderschrank, ob da irgendwo etwas vorbereitet ist oder ggf. mal installiert war.
In unserem 600 FM (gleiches Modell wie Eurer) fand sich im Kleiderschrank eine Hifi-Anlage mit einer Dreifach-Steckdose.
Oder gibts eine nachgerüstete 220V Dose im Bad für Fön oder Rasierer ?
Möglich wäre auch, dass die TV-Dose über dieses Kabel versorgt wird.
Die Wohnwagenbauer sind da manchmal ziemlich erfindungsreich.

Gruss Klaus

 

Moin Günter,
so wie es bisher rausbekommen habe, ist die 230V-Verdrahtung vom Grundriss und der Ausstattung des Fahrzeugs abhängig. Da hilft nur messen und schauen. Oft sind auch Abgänge für Multimedia in den Oberschränken vorbereitet. 
Bei unserem hatte der Kühlschrank eine direkte Leitung vom 230V-Verteiler. Ich musste nur das Ladegerät in einer Verbindungsdose trennen.

Hallo @all,

vielleicht kann mir jemand helfen 

. Ich bin gerade am Ausbau vom 230V-Netz und versuche die Funktion der Original-Verkabelung (Linie D, Bj.2005) nachzuvollziehen. Die beiden Leitungsschutzschalter sitzen auf der Rückseite der vorderen Sitzbank (hinterm Fahrersitz). Es sind insgesamt 4 Kabel: Zuleitung von CEE 3x2,5mm², Rückführungsleitung zur hinteren Sitzzbank/TV-Fach 3x1,5mm² und 2 weitere 3x1,5mm². Und diese beiden sind mein Problem, da eigentlich nur Kühli und Küchensteckdose im Eingangsbereich übrigbleiben; beide sind aber VOR dem Einstieg, aber hinter der Treppe führt ein 230V-Kabel vorbei. Was kann das sein?? Das Kabel der Küchensteckdose hab ich schon rausgeklingelt, aber das Kabel für den Kühli hat da hinten ja wohl nix verloren !?!
 

Hallo Wilfried,

So frage ich mich wofür das Relais für die N-PE-Brücke ist. . . .  Bei mir sitzt die Brücke am Wechselrichter
Genau das ist der Unterschied. Du hast einen ganz anderen WR verbaut, während meiner ein deutlich einfacherer ist. Der erzeugt nur ein "schwebendes" IT-Netz, das ja dann keinen definierten N-Leiter hat.
Es ist auch ungewöhnlich, dass der Kühlschrank hinter dem Wechselrichter sitzt. Normalerweise läuft der immer nur vor dem Wechselrichter bei Landstrom.
Ja, ist es. Aber da wir fast nie an Landstrom hängen, läuft der Kühli zuhause zum Vorkühlen an Landstrom, während der Fahrt an 12V und ansonsten auf Gas. Sollte ich im Sommer bei viel Sonne stehen, kann ich ihn so in allen beliebigen Energiearten laufen lassen. Das Ganze erledigt sich von alleine, wenn ich nächstes oder übernächstes Jahr den gleichen Kompressor einbaue, wie ich ihn im 290er hatte.
Dann wundert mich auch, dass der Landstromzweig erst ab dem RCBO2 abgesichert ist. Ich kenne das so, dass alles, was ins Fahrzeug reinkommt erst einmal über den FI gehen muss

Das ist richtig. Deshalb auch die 2 RCBOs. An RCBO1 hängt bei mir ja nur das Ladegerät, weil ich den Kühli dort ja rausgenommen habe, aber den Schutz fürs Ladegerät beibehalten möchte. 2 FIs in Reihe am gleichen Strang kann aber zu Fehlauslösungen oder, im schlimmeren Fall, zu keiner Auslösung bei Fehlerstrom führen. So ist eigentlich der RCBO2 der einzige FI im Bordnetz. Die Strecke CEE - NVS - RCBO2 enthält ja keine kritischen Komponenten (wie ja auch Hobby die lange ungeschützte Leitung bis zum Leitungsschutz in Kauf genommen und sich auf den Stellplatz-FI verlassen hat).

 

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